9 Monate Neuseeland

Mount Manganui

Eine weite Reise hatte er sich da vorgenommen. Seine Gefährtin lies sich per Bus kutschieren, da ihr Knie noch zu weh tat - verständlich. Doch er wollte unbedingt bei einer Kanuagentur vorbeischauen, die Tourguides suchen sollte und wollte sich dann mit ihr am Berg treffen. Den ganzen Weg zu Fuß. Schon seid langem hatte er keine Ruhe mehr gehabt. Die Autos donnerten an ihm vorbei; an den Straßenseiten gab es nichts außer riesigen Lagerplätzen, Chemiefabriken und Autohäusern. Obwohl die Stadt sofort am Meer lag versperrten besagte Lagerplätze und Fabriken ihm die Sicht. Durch diese Industriewüste ging er immer weiter und weiter. Ohne einen Schluck Wasser oder etwas zu Essen. Als er nach weit über zwei Stunden und mit über einer Stunde Verspätung am Berg ankam, war seine Gefährtin schon fast in der eisigen Kälte erfroren. Sie konnte nur noch durch ein Sandwich von einem der wenigen echten Bäcker wieder zu sich gebracht werden. Er schuf sie in den Bus und brachte sie zurück ins Hostel, wo beide erschöpft auf das Sofa im Aufenthaltsraum fielen und irgendeine seltsame Sendung gucken mussten. Erst am späten Abend konnten sie sich aufraffen etwas zum Essen zuzubereiten... Davon sind wir grade wiedergekommen und legen uns jetzt ins Bett.

2 Kommentare 16.8.13 09:58, kommentieren

Sommerferien

Wir sind noch sehr im Deutschen Rytmus und das Wetter tut seinen Teil dazu. Da ihr ja grade Sommerferien habt und euch am Strand vergnügt, haben wir uns gedacht, dass wir das heute auch mal machen. Also haben wir den ganzen Tag in der Sonne auf unseren Liegestühlen im Garten verbracht. Es war so warm, dass es uns in unseren langen Hosen viel zu warm war. Wir konnten uns nur nicht im Wasser abkühlen weil das Meerwasser noch etwas kalt und der nächste Strand 40 Minuten entfernt ist. Aber trotzdem hatten wir heute Sommerferienfeeling. Wenn das der Winter ist.. Wie soll der Sommer dann werden??

15.8.13 05:22, kommentieren

Strandpromenade

Es ist wirklich sehr schön hier. Halt ein richtiger Urlaubsort. Ein netter Hafen ist von vielen kleinen Cafés und Restaurants eingeschlossen, die Einkaufszone ist sonnendurchflutet und palmengesäumt, der Mount steht wie ein Wächter über der Stadt und das Hostel mit Garten hier ist auch sehr gemütlich. Eigentlich alles sehr schön und eigentlich wollten wir heute auch zum Mount.. Aber Julias Knie hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sie hat ja schon seid einiger Zeit Schmerzen im rechten Knie und die sind heute so schlimm geworden, dass wir nur einige hundert Meter gehen konnten und uns dann, wie ein altes Ehepaar, wieder auf einer Bank ausruhen mussten. Wir hoffen einfach dass es in den nächsten Tagen besser wird oder dass das hier operiert werden kann. Sonst geht es wieder nach Hause.. Der Tag war heute also leider nur vom Wetter richtig schön. Wir geben aber noch nicht auf! Drückt uns (oder Julias Knie) die Daumen, dass es besser wird.

14.8.13 11:55, kommentieren

Tauranga

Nach knapp zwei Stunden Busfahrt waren wir in Tauranga. Eine sehr schöne Stadt. Etwas windig aber trotzdem relativ warm und überall Palmen. Die Stadt liegt an der Ostküste von Neuseeland und ist eher ein Erholungsort als eine Touristenstadt. Es gibt hier gibt es eigentlich nur den Berg, ein paar Einkaufsmeilen und einige Strände. Nach einem türkischen Mittagessen am Meer sind wir eben zum "nahen" Supermarkt gelaufen. Waren nur 30 Minuten. Jetzt sitzen wir im Garten von dem Hostel und genießen die Sonne. Bei uns im Zimmer sind noch zwei Deutsche, einer aus Italien und ein Unbekannter. Morgen wollen wir mal einen Tagesausflug zum "Mount" machen, weil uns das von den Leuten hier so sehr empfohlen wurde.

13.8.13 05:24, kommentieren

Erstes Fazit: WWOOFing

Der Abschied ist zwar erst morgen aber wir wissen jetzt schon, dass er uns schwer fallen wird. WWOOFing war der perfekte Einstieg in unser work&travel Leben. Das werden wir garantiert noch öfters machen! Wir haben zwar auch eine super Familie erwischt, aber wir haben noch nie davon gehört, dass andere besonders viel schlechter sind. Morgen geht es übrigens an die Ostküste nach Tauranga. Das soll ein sehr schöner Ort sein. Hoffentlich haben wir in dem Hostel dort Internet, damit wir euch auch weiterhin auf dem Laufenden halten können. Tip für Zukünftige: fangt mit WWOOFing an, ihr werdet von da an umhergereicht, müsst euch um weniger kümmern, habt sofort einheimischen Beistand und was wichtig ist, spart Geld! Tip für alle anderen: habt ihr Arbeit, auf die ihr keine Lust habt, wollt andere Menschen/Kulturen kennen lernen und habt ein Zimmer zuviel? Dann holt euch WWOOFer ins Haus!

12.8.13 08:29, kommentieren

Pechschwarz

Nach Einbruch der Dunkelheit geht es los. Hinter uns sieht man noch die Reste des glühenden Feuers. Hin und wieder hört mein einen exotischen Vogel schreien. Links und rechts ragen pechschwarze Felsen in die Höhe. Unter ihnen hört man die Wellen, aber vor Dunkelheit sieht man nix. Über ihnen der schwarze Himmel. Dann erscheinen aus dem Nichts überall kleine Sternchen. Oben, unten, links, recht. Aber das sind alles nicht nur Sterne. Die meisten von ihnen sind kleine Glühwürmchen. Die ganze Reisegruppe versinkt in ein gebanntes Schweigen und beobachtet die herumschwirrenden Punkte. Für einige Minuten verharren sie so. Dann erscheint neben ihnen eine Brücke und ein vorbeirauschender Truck reißt sie aus ihren Gedanken. Zurück zur Realität. Das war unser kleiner Ausflug für heute, zwar nicht in die berühmte Höhle aber doch in eine Schlucht, die mindestens genauso atemberaubend war..

11.8.13 11:30, kommentieren

Schnäpchenjagt

Wenn man in Neuseeland ist, darf man nie etwas zum vollen Preis kaufen. Überall gibt es Sonderangebote, bei denen man mal eben locker 50% sparen kann. Im Supermarkt, bei Billabong und bei diversen Freizeitaktivitäten. So haben wir eine Raftingtour durch die Clowwormcave, von der wir euch schon erzählt haben, für jetzt nur 49$ ergattern können. Übrigens gibt es an der Kasse auch nie das volle Rückgeld. Es wird immer großzügig auf- oder abgerundet. Eigentlich nicht schlecht, weil man sich dann nicht mit so viel Kleingeld abgeben muss. Wir haben heute tatsächlich geeignete Sachen zum Fensterputzen gefunden. Das hat zwar bei dem Sonnenschein unglaubliche Streifen hinterlassen, aber den Herrschaften schien es trotzdem zu gefallen. Vielleicht lag es daran, dass man vorher vor Dreck wirklich schlecht rausgucken konnte...

9.8.13 08:50, kommentieren