9 Monate Neuseeland

Schluss-Aus-Ende-Vorbei

Projekt Neuseeland ist gescheitert. Julia wird uns bald verlassen. Wir bedanken uns bei über 4000 Visits und viel nette Mails. Wir hoffen wir konnten euch manchmal ein kleines Lächeln aufs Gesicht zaubern. Wer mehr von diesen Einträgen und trotzdem noch News aus Neuseeland haben will kann Tobis Blog folgen: geradventurenz.blogspot.de Eine Warnung aber: der ist noch lange nicht fertig und er weiß auch nicht ob er immer so regelmäßig viel schreiben kann wie wir es hier gemacht haben. Vielen Dank uns Tschüss

9.9.13 10:11, kommentieren

Auckland - mal wieder

Eigentlich wollten wir heute gute Nachrichten haben. Wir waren nämlich im Krankenhaus, mit dem Gedanken, dass Julia bald operiert werden kann. Pustekuchen. Man kann nicht einfach sofort ins Krankenhaus. Da muss man den Weg über einige Ärzte machen. Sprich bevor man operiert werden kann, vergehen gut und gerne mal drei Monate (sagen die Krankenschwestern vom Krankenhaus) und dann noch einen ordentlichen Batzen Geld bezahlen. Da hilft keine Diagnose aus Übersee oder irgendwelche Briefe von Julias deutscher Ärztin (die sich übrigens privat sehr viel Mühe wegen uns macht, besten Dank) oder unser Bitten, das schneller vorantreiben zu können. Wir wissen jetzt nicht so ganz was wir machen sollen..

5.9.13 08:54, kommentieren

Regenarbeit

Pro Kopf gibt es hier ca 20 Schafe. Das sollte eigentlich genug sein. Trotzdem musste Tobi heute die Schafe unterstützen und das Gras um die Weinreben schneiden. Mit einer kleinen Schere. Etwas elektrisches wäre zu gefährlich für die kleinen Reben gewesen. Insgesamt haben wir knapp 200 Reben vom Graß befreit. Ein Bruchteil der insgesamt 25000.. Da geht man doch gleich mit mehr Motivation zur nächsten Arbeit über. Heute haben wir erfahren dass es auch in Neuseeland einen ganzen Tag durchregnen kann und man trotz dickster Regenkleidung bis auf die Haut nass ist. Sehr ungemütlich.

4.9.13 09:51, kommentieren

Arbeiten&Internet

Wir melden uns nach einigen Tagen ohne Internet wieder zurück. Unsere Hosts hatten vergessen das Internet wieder anzustellen und so saßen wir ohne da. Irgendwie blöd so von der Außenwelt/Deutschland abgeschnitten zu sein. Die letzten Tage waren eher weniger spannend. Die Weinreben mussten beschnitten, zurückgebunden und behandelt werden. Die größte (und leider auch die schlimmste) Arbeit war aber das Unkraut zu jäten. Den Umgang mit den riesigen Scheren und Schaufeln müssen wir aber noch etwas üben, weil sowohl Julia als auch Tobi sich in die Finger geschnitten haben. Aber mit kleinem Verband und Handschuh konnten wir sofort weiter arbeiten. Das Wochenende hatten wir frei und sind ein bisschen durch die Gegend gelaufen. Es sieht, wie überall in NZ, ziemlich schön aus. Wir haben nur knapp 5km zum Meer und der Nachbarort liegt wunderschön in einem kleinen Tal. Es sieht wahrscheinlich auch so super aus, weil permanent die Sonne scheint und keine einzige Wolke am Himmel zu sehen ist. Gestern haben sich nach der Arbeit schon einige Anzeichen von Sonnenbrand gezeigt und heute haben wir nur mit 50er Sonnencreme überstanden. Sommer? Ne Winter.

3.9.13 08:11, kommentieren

Pizzanight

Von der gemeinsamen Pizzanight stapfen sechs müde Arbeiter durch die Straßen. Der Weg liegt dunkel und ruhig vor ihnen. Es ist Neumond oder es sieht zumindest so aus. Links kann man die Umrisse des Herrenhauses erkennen, das sie nur einmal in der Woche zum gemeinsamen Abendessen betreten dürfen. Generell sind Arbeiter uns Besitzer stark getrennt. Vor ihnen liegt ihr Lager. Nun ja. Das was man Lager nennen kann, ist eigentlich nur eine umgebaute Garage. Trotzdem freuen sie sich auf ihre Betten, denn sie haben den ganzen Tag damit zugebracht Weinreben zu beschneiden und zurückzubinden. Anstrengende Arbeit und nicht besonders spannend, aber mit allen zusammen war es manchmal ganz lustig. Einer der Vorarbeiter stimmte zwischendurch hin und wieder ein Lied an. Während der Pizzanight hatte man noch oft und laut über die ältere WWOOFing Familie von Tobi, Julia und Jacky gelacht. Das Lamm hatte sich schlicht und einfach überfressen. Hier werden gleichaltrige Lämmer nur einmal pro Tag gefüttert. Nicht die angegebenen vier mal. Jetzt sind sie am Haus angekommen und setzten sich alle noch kurz um die einzige Heizung. Draußen ist es nicht weit über dem Gefrierpunkt und alle wundern sich, dass auch Neuseeland mal kalt sein kann. Später am Abend fallen alle müde aber zufrieden ins Bett.

30.8.13 22:23, kommentieren

Monopoly

Da wir heute frei hatten, es den ganzen Tag geregnet hat und wir nicht wussten, was wir machen sollen, haben wir fast vier Stunden Monopoly gespielt. Das war nur leider auf französisch also haben wir nicht allzu viel verstanden. Abends gab es bei unseren Hosts Abendessen und wir sechs WWOOFer + die Familie, bestehend aus fünf Personen, hatten einen lustigen Abend. Scheinbar werden andere WWOOFer einer nach dem anderen betrunken, weil sich keiner so recht mit Wein auskennt. Die 800 Meter zum Weingut selber, werden wir morgen gefahren und müssen dann das erste mal richtig arbeiten. Die haben auch knapp 100 Schafe, einige davon mit Lämmer. Unsere Hosts haben schon damit gedroht uns rauszuschmeißen, wenn wir die alle umbringen. Kiwihumor.. Aber mittlerweile lachen wir auch nur noch über die Horsefarm. Deren Humor färbt halt ab. Immer ein: take it easy bro. Btw: Julias Knie wird jetzt bald irgendwann operiert. Wir müssen nur warten, dass wir frei kriegen und die Julia dann ins Krankenhaus transportieren. Da sind wir jetzt aber auf einem guten Weg.

29.8.13 11:46, kommentieren

Endlich frei!

Gestern haben wir der Horsefarm endlich den Rücken kehren können. Die Familie kam wieder nach Hause, war extrem sauer, dass wir alles so unordentlich hinterlassen haben und zum Abschied haben sie uns keines Blickes gewürdigt. Aber wie war unsere Zeit denn? Wir können sagen dass die fünf Tage ohne die ganze Familie wunderbar waren. Keiner hat uns gesagt was wir machen müssen, wir hatten ein ganzes Haus für uns alleine und wir konnten uns ausruhen. Das einzige Problem war, dass das kleine Lamm, das wir mit der Flasche aufziehen sollten, gestorben ist. Die werten Herrschaften uns auch mindestens zehnmal erzählt, wie schlimm das doch sei. Des weiteren hätten wir den Stall angeblich viel zu selten ausgemistet und die Pferde zu wenig gefüttert. Alles Schwachsinn. Alle Tiere hatten es fünf Tage lang mal so richtig gut. Wieso das Lamm gestorben ist wissen wir allerdings bis jetzt noch nicht. (die sind sich aber sicher, dass wir es zu wenig gefüttert haben) Wie dem auch sei sind wir jetzt wieder im Hostel in Auckland und heute Abend werden wir von unseren neuen Arbeitgebern abgeholt. Ab morgen werden wir dann wohl auf einem Weingut arbeiten. Die haben eine bessere Kritik als unsere vorherige Familie also hoffen wir nur das beste. Diese blöde Horsefarm war schon eine Erfahrung für sich und Julia kränkelt jetzt ein wenig, aber aufgrund des guten Wetters und der neuen WWOOFing Familie sind wir dennoch wieder zuversichtlich.

1 Kommentar 27.8.13 23:20, kommentieren